Am bundesweiten Aktionstag „Zukunftstag Historische Gärten“ am 26. September 2026 wurde im Schlosspark Brühl der erste Meilenstein des von „denkmal aktiv“ geförderten Vorhabens „Auswirkung des Klimawandels auf die historische Brühler Schlossgartenanlage“ erreicht. Als interessierte UNESCO-Projektschule präsentierte sich die Erich Kästner-Realschule Brühl mit einem vielseitigen Aktionsstand direkt an der Großen Fontäne von Schloss Augustusburg. Die Beteiligung an diesem zentralen Ort unterstrich zugleich die zunehmend tiefgreifendere Kooperation zwischen der Welterbestätte Schlösser Brühl und der Realschule im Rahmen einer lebendigen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Verknüpfung von historischem Denkmalerbe, Umweltbildung und praktischer MINT-Förderung. Von den UNESCO-Scouts des 8. Jahrgangs war im Vorfeld eine interaktive Mitmach-Aktion für Kinder unter dem Titel „Klimadetektive“ ausgearbeitet worden, welche am Aktionstag vor Ort eigenständig begleitet wurde. An drei ausgewählten Stationen im Parkareal ermittelten junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher mithilfe von Infrarot-Thermometern präzise Umgebungstemperaturen an Wegen, Wasserflächen sowie im Schutz alter Baumkronen. Ergänzt durch genaue Beobachtungen der mikroklimatischen Bedingungen wurden daraus fundierte Rückschlüsse gezogen, die den Schlossparkgärtnerinnen und -gärtnern schließlich in Form konkreter Handlungsempfehlungen zur Klimaanpassung übergeben werden konnten.
Die praxisnahe Umweltforschung spiegelte sich auch in der Ausstellung der im schuleigenen MINT Campus gefertigten Wetterhäuschen wider. Diese erwiesen sich als starker Besuchermagnet, da sie mit smarten Datenloggern ausgestattet sind, welche Temperatur, Feuchtigkeit und weitere Wetterdaten kontinuierlich erfassen, speichern und untereinander vernetzen.
Abgerundet wurde der Aktionstag durch ein breites Mitmach- und Versorgungsangebot. Neben dem Kinderschminken, bei dem durch die UNESCO-Scouts kleine Bienchen auf die Wangen gezaubert wurden, boten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam handgefertigte Ringe und Anstecknadeln sowie selbstgebackene Muffins, Kaffee und den schuleigenen Honig aus der Zusammenarbeit mit Imker Woll an.
Durch das Zusammenwirken von Denkmalpflege, handlungsorientiertem Forschen und Schulgemeinschaft konnte der erste Projektmeilenstein im Brühler Schlosspark erfolgreich abgeschlossen und die Relevanz des geförderten Vorhabens einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden.
